Freitag, 28. Juli 2017

Lolas Rezension zu The hate u give von Angie Thomas

In 80 Wörtern durch das Buch:
Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen... 

Zur Autorin:
Angie Thomas ist in Jackson, Mississippi, aufgewachsen und lebt auch heute noch dort. Als Teenager tat sie sich als Rapperin hervor; ihr ganzer Stolz war ein Artikel im Right-On! Magazine. Thomas hat einen Bachelor-Abschluss im Fach Kreatives Schreiben an der Belhaven Universität. Ihr Debüt The Hate U Give erntete ein überschwängliches Presse- und Leserecho und schaffte es auf Anhieb auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste. 

Cover: 
Ich finde das Cover sehr passend, schlicht aber dennoch aussagekräftig, wie die Geschichte dahinter. Auch der Titel hat eine Bedeutung, die in der Handlung eine Rolle spielt.

Meine Meinung: 
Der Hintergrund der Geschichte ist unglaublich aktuell, Rassismus, Polizeigewalt und Diskriminierung, auch deswegen war ich so gespannt auf das Buch.
Der Schreibstil hatte mich ab dem ersten Satz, denn die Autorin schafft es durch Starrs Perspektive ganz subtil ihre Realität zu schildern, so dass dem Leser unterschwellig klar gemacht wird, wie hart und weit weg dieses Leben, von dem Gewohnten ist.
Der Schreibstil lässt sich toll lesen und schafft eine Atmosphäre, die fesselt und mich nnicht mehr losgelassen hat, ich habe schon lang kein Buch mehr gelesen, dass ich so unbedingt weiterlesen wollte.
Starr war eine tolle Protagonistin, die ich verstanden habe bei ihren Gefühlen, Handlungen und Ängsten. Ihre Perspektive ist so spannend und beleuchtet das Thema mal ganz anders. Sie entwickelt sich unglaublich während dieses Buches und man schließt sie echt ins Herz.
Auch die anderen Charaktere wirken authentisch, machen Spaß und geben dem Buch so viele Facetten, so dass es so realistisch wirkt. Besonders die Szenen mit ihrer Familie waren sehr herzlich und so schön, aber auch sehr kompliziert, was das Buch auch auszeichnet.
Denn es zeigt alles von ganz verschiedenen Seiten, den guten und den schlechten, und das hat mich so oft zum Nachdenken gebracht, denn diese Schilderung kritisiert die Arbeit der Medien und unterstreicht, dass es nicht immer so einfach ist, wie man sich erhofft.
Es kritisiert auch den Rassismus, der von den Personen nicht als rassistisch aufgefasst wird, obwohl er genau das ist, damit wird ein großes Problem unserer Gesellschaft angesprochen.
Für mich war auch diese Perspektive auf das verarmte Viertel sehr interessant, da ganz subtil angedeutet wurde, wie hart das Leben dieser Menschen ist, aber auch die schönen Seiten und der Zusammenhalt aufgezeigt wurde.
Das Ende war einerseits traurig realistisch, andererseits sehr positiv und hoffnungsvoll.

Fazit:
Ein Buch, das mich durch seinen Reichtum an Facetten beeindruckt hat und von dem man ganz viel lernen kann. Ein Buch, von dem ich hoffe, dass ganz viele Leute es lesen werden, da es sehr wichtige Themen anspricht und von vielen Seiten betrachtet, auch von Seiten, die man sich sonst nur selten überlegt.


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