Samstag, 17. Dezember 2016

Lolas Rezension zu Für dich soll's tausend Tode regnen von Anna Pfeffer

In 80 Wörtern durch das Buch:
Wer Emi auf die Nerven geht, dem verpasst sie in Gedanken eine Todesart. Und seit dem Umzug weiß sie nicht, wer mehr nervt: die Neue ihres Vaters, ihr Sunnyboy von Bruder (stirbt bestimmt mal, weil er auf seiner Schleimspur ausrutscht), oder Erik, der einen auf cool macht und sie ständig provoziert (stirbt garantiert an einem Hirntumor wegen übermäßigen Handykonsums). Als sie sich in Chemie mit Alpha-Erik anlegt, kracht es wortwörtlich zwischen den beiden. Die Strafe dafür ist Graffiti schrubben. Mit Erik! Kann das Leben noch beschissener sein? Um aus der Nummer
rauszukommen, schlägt Emi einen Wettstreit vor. Doch Erik ist nicht kleinzukriegen.…

Zur Autorin:
Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit, die beiden Autorinnen hinter dem Pseudonym Anna Pfeffer, sind seit ihrer gemeinsamen Schulzeit in Wien befreundet. Schon damals entwarfen sie Geschichten, die aus Lehrern paranoide Agenten und aus Mitschülern tragische Helden machten. Heute leben sie in Hamburg und Wien, sind zusammen 71 Jahre alt, haben zwei Männer, sechs Kinder und einen Hund und schreiben noch immer zusammen. „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ ist ihr erster Jugendroman.

Cover:
Ich finde das Cover sehr passend, auffällig und echt schön.

Meine Meinung:
Es klingt wie die absolut typische Hass-Liebe Geschichte, aber es ist so witzig!
Der Schreibstil ist komisch und sprüht nur so vor Leben, aber gleichzeitig sehr beschreibend, so dass man alle Handlungen, Gedanken und Veränderungen nachvollziehen kann.
Dadurch wirkt die Liebesgeschichte sehr realistisch und so schön, auch überrascht war ich auch, dass die zwei sich wirklich hassen und nicht so typisch"Oh, ich mag ihn nicht." und einen Satz später " Er ist so toll!" Nein, die zwei hier hassen sich wirklich abgrundtief und nähern sich ganz langsam einander an durch den Wettstreit, der so witzig war und die Ideen waren echt kreativ.
Die Charaktere sind trotz der nur 319 Seiten echt gut ausgearbeitet und vor allem die Protagonisten sind mir echt ans Herz gewachsen. Die Entwicklungen, die die beiden durchmachen sind echt beeindruckend und wirklich gut in der Geschichte eingeflochten. Es wirkt alles real und nie übertrieben. Die Eigenschaft von Emi sich Tode auszudenken und besondere zu sammeln, fand ich echt mal was anderes und hat die andere, spritzige Art des Buches nur unterstützt.
Die Geschichte wirkte auch durch ganz viele Bezüge zur Realität total authentisch machte, beispielsweise die erwähnten Emojis, sozialen Medien und die Weltliteratur.

Fazit:
Wirklich mal eine andere Hass-Liebesgeschichte mit tollen Charakteren und Charme.

Verlagsseite

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